Unser ultimatives Raclette ABC

19. Dezember 2018

Unser ultimatives Raclette ABC

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Alle Jahre wieder kommt bei uns an Silvester der Raclette-Grill auf den Tisch. So auch in diesem Jahr. Wir haben nicht nur herzhafte und süße Pfännchen-Kreationen, sondern auch unser ultimatives Raclette ABC mit vielen Infos für euch. Viel Spaß beim Lesen!

Welche alkoholischen Getränke passen eigentlich gut zum Raclette? Traditionellerweise reicht man Weißwein. Der passt nicht nur geschmacklich gut zum Käse, auch hilft die Säure bei der Verdauung. Empfiehlt sich ein Verdauungsschnaps zum Abschluss? Ganz klar nein, auch wenn dem Gläschen Kirschwasser nach dem Raclette oder Käsefondue eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt wirkt. Dies ist tatsächlich ein Irrtum, denn der hochprozentige Alkohol wird als erstes vom Körper verstoffwechselt. Die Verdauung der Nährstoffe (Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate) erfolgt erst danach und der Käse liegt uns somit noch länger schwer im Magen.

 

Zum Raclette gehört naürlich ganz viel Käse, klassischerweise Raclettekäse. Wir lieben es, eine kleine Käseauswahl zu haben. Das bringt einfach noch mehr Abwechslung ins Pfännchen. Besonders gut eignet sich ein Bergkäse, zum Beispiel Appenzeller. Er schmilzt wie der Raclettekäse sehr gut und hat ein würziges Aroma.

 

 

Der Camembert ist die cremige Variante zum Raclette und würzig. Wer es besonders würzig mag, kann auch einen Blauschimmelkäse verwenden. Ein leckeres Pfännchen mit Camembert kann zum Beispiel mit Kartoffeln und Preiselbeeren zubereitet werden.

 

Dips gehören zum Raclette einfach dazu und sind super schnell selbst gemacht. Klassiker wie Aioli, Zaziki, Guacamole oder ein leckerer fruchtiger Mango-Curry-Dip passen immer. Weitere Ideen findet ihr in unserem Beitrag Dips & Saucen zum Raclette

 

Käse kann man beim Raclette nie genug haben. Meist bleibt aber tatsächlich etwas übrig. Ihr könnt die Käsereste aber prima einfrieren. Dabei gilt: Am Stück bleibt Käse eingefroren länger frisch als in Scheiben. Raclettekäse eignet sich besonders gut  zum Einfrieren und er hält sich 2-4 Monate im Tiefkühlfach. Wenn ihr ihn auftauen möchtet, tut dies am besten langsam im Kühlschrank. Aufgetauter Käse eignet sich besonders gut für Aufläufe und alles ,was überbacken wird. Auf dem Brot macht er sich nicht mehr ganz so gut, da eingefrorener Käse an Geschmack verliert.

Auf der Grillplatte oder dem heißen Stein könnt ihr Fleisch und Fisch zubereiten. Besonders gut eignen sich Geschnetzeltes von Huhn, Rind oder Schwein. Für Fans von Fisch und Meeresfrüchten sind Lachs und Garnelen zu empfehlen. In die Pfännchen passen gut Speckwürfel, Kochschinken, Salami oder auch Thunfisch.

Gemüse zählt zu einer der wichtigsten Zutaten beim Raclette und es sind keine Grenzen gesetzt, was alles ins Pfännchen kommen kann. Zu den beliebtesten Gemüsesorten zählen zum Beispiel Tomaten, Paprika, Zucchini und Champignons. Aber auch Hülsenfrüchte wie Mais, Bohnen und Kichererbsen passen toll zum Raclette. Und der wichtigste Gemüsestar ist und bleibt die Kartoffel. Ihr könnt Gemüsescheiben auch super gut auf dem heißen Stein zubereiten.

Viele Raclette-Geräte haben einen heißen Stein. Dafür werden meist Granit- oder Lavasteinplatten verwendet. Der Vorteil von Steinplatten gegenüber beschichteten Metallplatten liegt darin, dass diese sehr viel heißer werden und die Wärme deutlich länger speichern. Fleisch und Fisch werden auf dem heißen Stein von außen kross und bleiben innen schön zart bis saftig. Zur Reinigung des Heißen Steins solltet ihr diesen leicht erwärmen, damit sich Eingebranntes löst. Die Reste lassen sich anschliend gut mit einem Schaber reinigen. Anschließend einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Ein Heißer Stein sollte zur Reinigung nicht in Wasser eingelegt werden, da sich so die Poren des Steins mit Wasser vollsaugen können. Bei der Erhitzung kann der Stein dann ggf. springen.

Das tolle am Raclette ist, dass jeder auf seine Kosten kommt und sein Pfännchen nach seinem ganz individuellen Geschmack befüllen kann. Es empfiehlt sich vorher ggf. mit den Gästen abzusprechen, was sie mögen und was auf keinen Fall auf dem Tisch fehlen sollte.

An Silvester kommt bei vielen der Raclette-Grill auf den Tisch. Warum eigentlich nur dann? Raclette eignet sich auch ohne konkreten Anlas in der kalten Jahreszeit, insbesondere wenn Gäste kommen.

Kartoffeln gehören zum Raclette einfach dazu. Für die Pfännchen benötigt ihr Pellkartoffeln. Damit ihr als Gastgeber keine Arbeit habt, können sogar die Gäste am Tisch ihre Kartoffeln selbst pellen. Es empfiehlt sich auf festkochende Kartoffeln zurückzugreifen, da sich diese gut in Scheiben schneiden lassen. Mehlig kochende Kartoffeln würden zerfallen und es sieht nicht ganz so schön aus im Pfännchen.

Warum wir Raclette so lieben? Man kann einfach so wunderbar mit seinen Lieblingszutaten seine Pfännchen zubereiten. Uns fällt es schwer, uns auf bestimmte Zutaten festzulegen. Es schmeckt einfach alles so lecker. Was bei uns allerdings nie fehlen darf sind Artischocken, die super zu Kartoffeln, Speck und roten Zwiebeln passen.

Mixed Pickles sind in Essig eingelegtes Gemüse, die eine beliebte Beilage zum Raclette sind. Dabei kommen meist kleine Gurken, Zwiebeln, junge Maiskolben, Karotten, Blumenkohl, Paprika und Silberzwiebeln auf den Tisch.

In den Pfännchen lassen sich auch ganz wunderbar süße Raclette-Variationen zubereiten. Besonders gut eignet sich Obst wie Banane, Birne, Apfel und Ananas. Sogar kleine Pancakes lassen sich in den Pfännchen oder auch auf dem heißen Stein zubereiten. Eine Inspiration für süße Varianten findet ihr hier: Süßes Raclettetrio Denn Nachtisch passt doch irgendwie immer noch rein, auch wenn der Magen schon gut gefüllt ist.

Raclette ist eine tolle Option, wenn Freunde oder Familie zusammen kommen, denn der Gastgeber hat keinen Stress. Alles kann im Vorfeld super gut vorbereitet werden und am Abend selbst sitzen dann alle gemütlich zusammen und keiner muss in der Küche stehen.

Raclette-Pfännchen gibt es in verschiedenen Variationen. Wichtig ist eine gute Antihaftbeschichtung, damit der Inhalt gut aus dem Pfännchen auf den Teller gelangen kann. Die meisten Raclette-Geräte der günstigen bis mittleren Preisklasse bestehen aus Alu-Guss mit einer zusätzlichen Beschichtung. Schließlich hat man noch die Wahl zwischen eher runden oder eckigen Pfännchen. Wir bevorzugen eckige Pfännchen: Da passt in der Regel einfach mehr rein 🙂

Quinoa kann eine tolle Alternative zum Klassiker „Kartoffel“ sein und bringt Abwechslung ins Pfännchen. Hinzukommt, dass Quinoa glutenfrei und proteinreich ist und einen hohen Eisengehalt aufweist. Lecker ist zum Beispiel die Kombination mit Orangenfilets, Feta, Thymian und Chili.

Der Käse-Klassiker und ein absolutes Muss zum Raclette. Raclettekäse schmilzt besonders gut und ist sehr herzhaft. Daher ist er auch die Nummer 1 auf dem Einkaufszettel. Unser Tipp: Bestellt den Raclettekäse an der Käsetheke am besten vor, wenn der Raclette-Grill bei euch an so beliebten Tagen wie Weihnachten und Silvester auf den Tisch kommt.

Der Name Raclette stammt vom französischen Walliserdialektwort „racler, das übersetzt „schaben heißt. Früher wurde die am Feuer gegrillte obere Schicht eines halben Käselaibs mit einem Messer auf einen Teller oder ein Stück Brot abgeschabt. Auch wenn das Raclette mittlerweile anders zubereitet wird, „schaben“ wir immer noch: Nämlich den Inhalt aus den Pfännchen auf unsere Teller. Schaber sind als Zubehör bei Raclette-Geräten in der Regel mit dabei. Man sollte unbedingt Holzschaber nutzen, da diese die Antihaftbeschichtung schonen.

Der viele Käse beim Raclette kann schon mal schwer im Magen liegen. In der Schweiz ist es nicht unüblich zum Raclette oder Käse-Fondue einen Tee zu trinken. Warum? Der Tee regt die Verdauung an. Empfohlen werden ein schwarzer Tee, etwa ein leichter Darjeeling oder ein sanfter Earl Grey. Nebeneffekt: Der schwarze Tee macht uns wieder wacher, sollten wir müde geworden sein vom vielen Essen und der doch recht warmen Temperatur am Tisch. Es passt aber auch ein Kräutertee zum Raclette.

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer natürlich. Sowohl der Raclette-Käse als auch die traditionelle Art der Zubereitung haben ihren Ursprung im Kanton Wallis. Früher wurde das Raclette am offenen Feuer zubereitet. Seit über 60 Jahren gibt es inzwischen Raclette-Geräte, die fortlaufend weiterentwickelt wurden.

 

Raclette eignet sich super für Vegetarier und Veganer, da man die Zutaten individuell zusammenstellen kann. Eine der wichtigsten Fragen beim veganen Raclette ist sicherlich die Frage, wie man den Käse ersetzt, denn dieser gehört klassisch nun mal dazu. Gut eignet sich als Käseersatz Hefeschmelz oder Cashewmus. Wir werden die vegane Variante Silvester mit unseren Freunden ausprobieren und berichten 🙂

Wie viel ihr von welchen Zutaten benötigt, ist nicht immer so leicht zu schätzen. Dies hängt natürlich vom Hunger von euch und euren Gästen ab. Folgende Angaben können aber gut als Orientierung dienen.

Pro Person:

  • ca. 200 g Käse, bei vielen Beilagen eher 150 g
  • 150-200 g Kartoffeln
  • 150 g Fleisch oder Fisch
  • 200 g Gemüse
  • etwas Baguette

Nicht nur zu Silvester beliebt, bei vielen kommt der Raclette-Grill auch zu Weihnachten auf den Tisch. Gerade an Heilig-Abend ist es doch mal eine gute Alternative für alle, die sonst Kartoffel-Salat mit Würstchen essen. Am 1.und 2. Weihnachtstag wird es bei den meisten dann etwas festlicher. Aber warum nicht auch an einem dieser Tage ein Raclette im Kreise der Familie genießen. Da freut sich auch die Mutti 😉

Raclette ist aber auch lecker und es gibt so viele tolle Variationen, die man ausprobieren kann. Eine schmeckt dabei besser als die andere. Und der viele Käse… Yummie!

Raclette braucht schon etwas Zeit. Unter Umständen ist im Vorfeld einiges vorzubereiten: Kartoffeln kochen, Gemüse schnippeln, Dips anrühren. Je nachdem, welche und wie viele Variationen ihr anbieten möchtet, dauert es mal mehr, mal weniger lang. Damit es schneller geht, können auch die Vorbereitungen schon gemeinsam mit den Gästen erfolgen. Und dann sitzt man den ganzen Abend gemütlich am Tisch zusammen, bereitet sein Essen gemeinsam vor und genießt es in vollen Zügen. Es gibt doch nicht schöneres!


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